Juckreiz-Logo Juckreiz – Die Jugendumweltzeitung aus Berlin

Schwerpunkt Ökologisch Bauen und Wohnen

Juckreiz Wir leben, was wir bauen
Alles ist irgendwie gebaut in der Stadt. Den Großteil unseres Lebens verbringen wir in Gebäuden und einen kleineren auf gebauten Straßen. Wir nehmen das hin, wie die Luft, die wir atmen. Dabei könnte alles auch genausogut ganz anders sein. Ganz andere Gebäudeformen. Oder alles nur Wald um uns herum, eine Waldstadt. Vielleicht ähnlich den antiken Städten alter südamerikanischer Kulturen. Seite 4

Juckreiz Verkehrsgünstiges Bauen: Gut zu Fuß...
... oder zu Fahrrad sollte mensch in einer ökologisch geplanten Siedlung sein. Die Pendlerin aus dem voll ökologischem Niedrigenergiehaus mit Kompost und anderen umweltschützenden Annehmlichkeiten am Stadtrand, die immer mit dem Auto in die Stadt zur Arbeit und zum Bioladen fährt, verbraucht nämlich unter Umständen viel mehr Energie als einer, der in einem ungedämmten Altbau wohnt, aber mit dem Fahrrad zur Arbeit kommt. Aber nicht nur energetische Gesichtpunkte sprechen für eine Veränderung. Seite 4

Juckreiz Viel Bau – nix Öko: Berlin verbaut seine Zukunft – und unsere gleich mit
Der Klimagipfel mit vielen Versprechungen und Verpflichtungen auf dem Papier auf der einen und der Bau von CO2-Schleudern auf der anderen Seite – spiegelt die Entwicklung Berlin nur die allgemeine Schizophrenie unserer Gesellschaft wieder?
Ob Autostraßengroßprojekte, wie der Tiergartentunnel, Aufhebung des PVC-Verbotes im öffentlichen Bau, mangelnde Unterstützung im Solarbereich oder mangelhafte Gebäudeisolierung beim Neubau in der Friedrichstraße. Die zahlreichen Bauprojekte in Berlin sind – trotz Aussicht auf eine drohende Klimakatastrophe mit Ostseestränden in Berlin – vorsintflutliches Bauen in der neuen alten Hauptstadt mit Hochkonjunktur pur. Seite 4

Juckreiz Wohngifte: Das versteckte Übel im Haus
In den meisten Räumen im Wohn- und Arbeitsbereich ist die Luft innen schlechter als die Außenluft. Obwohl die Außenluft auch nicht mehr das ist, was sie einmal war. Das hat natürlich Folgen für die BewohnerInnen und alle anderen NutzerInnen dieser Räume: Die Gesundheit meldet sich. So gibt es zum Beispiel ein Leiden, das nennt sich SBS, ausgeschrieben „Sick Building Syndrom“: Bin ich im Gebäude, geht’s mir schlecht, bin ich draußen, geht’s mir wieder gut. Für unsere – stark an Häuser gebundene – Lebensweise recht ungünstig. Aufgrund der fersten Bauweise ist es auch relativ schwierig, zu sanieren. Seite 5

Juckreiz Lehmbau: Leben im Lehm
Vielleicht hast du schon mal einen Klumpen Lehm auf einem Feld gefunden, dich gefreut und angefangen etwas herumzukneten? Aus diesem Stoff lassen sich immerhin vielstöckige Häuser bauen, was sich ja nicht auf den ersten Blick vermuten läßt. Lehm ist wohl der Ökobaustoff schlechthin, in ihm stecken zahlreiche Potentiale, von guter Verarbeitung bis zahlreichem Vorkommen über gute Wohn- und Baueigenschaften. Im Grunde genommen nur eine Wiederentdeckung der Vergangenheit, denn auch früher schon war Lehm ein vielgenutzter Baustoff, in manchen Zeiten gar der einzige Grundbaustoff, der nur durch Holz und Steine ergänzt wurde. Seite 5

Juckreiz Leben in der Wohngemeinschaft: Ökologisch, gesund und glücklich
Gemeinschaftlich wohnen – was soll daran ökologisch oder gesund sein? Und warum überhaupt glücklich? Werden nicht die Menschen im Gegenteil viel schneller krank, weil sich in Wohngemeinschaften Krankheitskeime viel besser übertragen? Dann rennt mensch wieder in die Apotheke, kauft viel Chemie von Schmering & co um wieder gesund zu werden – nein, ist doch total unökologisch. Und außerdem machen doch die so viel Müll und Chaos. Und Krach haben sie doch auch ständig. Und morgens ist das Klo immer besetzt. Und überhaupt, wozu denn auf einem Haufen hocken, wenn mensch keine Beziehung hat? Alles doch nicht öko, gesund erst recht nicht, von Glück ganz zu schweigen. Logisch? Seite 6

Juckreiz Gewußt wo: Adressen & Lesestoff
Wie zu fast allen Themen ist das Angebot groß - und leider zum Teil auch recht unseriös. Denn immer dort, wo es um menschliche Ängste geht, sind Scharlatane schnell da und bieten Wunderheilung. Es heißt also Augen auf und kritisch hinterfragt, wobei natürlich die Lust auf Neues und das Ausprobieren nicht verloren gehen sollten. Im Folgenden eine kurze Liste, die natürlich bei weitem nicht vollständig ist. Seite 6


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