Juckreiz-Logo Juckreiz – Die Jugendumweltzeitung aus Berlin

Juckreiz-Redaktion vorm Verzweifeln

Dringend Hilfe gesucht!!!

(sp) Eigentlich schien alles gut zu werden: Der JournalistInnenpreis 1995 der Deutschen Umweltstiftung wurde zum zweiten Mal in seiner Geschichte an ehrenamtliche UmweltjournalistInnen vergeben: an die Juckreiz-Redaktion. Damit dann ein bißchen geworben – die Werbung hätte fast von alleine kommen sollen, ebenso die chronisch fehlenden Artikel und die Abos, und auch die Verteilung der 15.000 Juckreize hätte angesichts der großen HelferInnenschar die Redaktion auch nicht weiter belastet.

Doch leider kam alles anders. Natürlich schlechter. Schlimmer, als wir das je erwartet hätten. – Wer diesen Juckreiz durchblättert, wird sich vielleicht wundern, daß er so wenig Werbung enthält. Das ist nicht etwa so, weil wir sie nicht bräuchten – nein, wir haben einfach nicht mehr zusammenbekommen.

Wir als Redaktion stellen an den Juckreiz gewisse Ansprüche, die zum Beispiel für unsere Artikel gelten. Kritisch, inhaltlich fundiert, aber dennoch verständlich – und konsequent. So soll der Juckreiz sein, und – so hoffen wir – so ist er auch. Und dieses „konsequent“ in unseren Ansprüchen ist der wohl entscheidende Grund für unsere Finanzprobleme.

Wir wollen nämlich nicht einerseits schreiben, wie klimaschädlich Fliegen doch ist und neben dem Artikel dann eine Lufthansa-Anzeige abdrucken. An unsere AnzeigenkundInnen stellen wir ähnliche Ansprüche wie an unsere Artikel. Daß sich genau die gleichen Maßstäbe nicht durchhalten lassen, ist auch uns klar. Aber unsere AnzeigenkundInnen sollen soweit irgend möglich sozial, politisch und ökologisch vertretbar sein. Und eben deshalb nehmen wir nicht jede Anzeige auf.

Das zeigt unser Dilemma: Diejenigen, die wir als AnzeigenkundInnen haben wollen, haben kein Geld (oder kein Interesse). Diejenigen, die Geld haben und eine Anzeige schalten würden, wollen wir nicht. Es gibt genug Beispiele, wie die Industrie mittels Werbeboykott auf die Inhalte von Medien massiv Einfluß genommen hat; der Juckreiz will seine Unabhängigkeit bewahren.

Eigentlich hatten wir’s uns schon lange vorgenommen, weil wir die Wichtigkeit weiterer finanzieller Standbeine neben der Werbung erkannt hatten. Bloß zur Realisierung hatten wir nie so recht die Zeit: Was in dem Text über dem Aboschnibbel steht, haben sich bisher leider nur relativ wenige Menschen zu Herzen genommen – wir brauchen Abos, um unabhängig zu bleiben! Wollten (oder müßten) wir den Juckreiz nur über Abos finanzieren, bräuchten wir 2000 normale Abos zu 15,- DM oder 600 Förderabos zu 30,- DM oder 300 Förderabos zu 50,- DM pro Jahr. Davon sind wir noch um Zehnerpotenzen entfernt.

Darum: Abonniert den Juckreiz! Schwatzt Euren reichen Tanten Förderabos auf, je höher der Betrag, desto besser! Verschenkt Juckreiz-Abos zu Geburtstagen, zu Ostern oder nur so! Und Spenden sind auch immer gern gesehen (Konto 101 00 35 688 des Fördervereins Jugend, Umwelt und Bildung e.V. bei der Berliner Sparkasse, BLZ 100 500 00, Verwendungszweck „Spende Juckreiz“).

Ein weiteres Problem, das wir haben, ist die Verteilung. Wir suchen immer noch Leute, die uns helfen, den Juckreiz zu verteilen. Ihr könnt Juckreize bei uns abholen, oder wir bringen sie zu Euch in die Gegend. Ihr verteilt sie dann vor Schulen, in Jugendfreizeitheimen, in Büchereien, Geschäften usw. oder legt sie dort aus. Unterstützung brauchen wir auch bei der Anzeigenbeschaffung, bei Layout und Artikelschreiben.

Meldet Euch bei Spitti unter 817 73 69 oder bei es... im Jugendumweltladen der BUNDjugend unter 392 82 80, Fax 392 79 97


Juckreiz Zurück zum Inhalt von Juckreiz #12
Juckreiz Inhalte Juckreiz Service Juckreiz Wir Juckreiz Abo

Impressum