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Mit Jung und Alt zusammenleben!

Ein Häuschen für die Zukunft

(es) „Wenn Du in den Bus 101 einsteigst, Sachtleben Ecke Nieritzweg wieder aussteigst, noch ein Stückchen geradeausgehst, um rechts in den Fußweg einzubiegen und am Container des Freilandlabors vorbeiläufst, dann...?“ ...dann steht man vor einem kleinen – etwas verwahrlost aussehenden – Häuschen, welches, wenn die Ideen der Anwohner im Bezirksamt Zehlendorf Anklang finden, einmal eine Begegnungsstätte zwischen jung und alt und noch viel mehr werden soll...

Das Bezirksamt hat das Häuschen in Zehlendorfs Süden schon längst zur Ruine erklärt. Was früher einmal die Bleibe eines Gärtners und später eine Gastwirtschaft war, soll nun noch einmal einen Nutzen finden. Davon ist Christine Paarmann, die Initiatorin dieser Idee, jedenfalls überzeugt: „Wenn man jeden Tag daran vorbeigeht und sich nichts tut, dann kommt man schon auf Ideen, was man mit solch einem kleinen Häuschen alles machen kann...“

Ihre Idee ist es, aus dem Häuschen eine Begegnungsstätte für Jung und Alt zu machen. Wenn sich hier die Leute treffen, können sie dann über die Gestaltung eines Lebens in der Zukunft sprechen und an gemeinsamen Projekten arbeiten. Auch ist beispielsweise geplant, hier die Möglichkeit zu geben, das eigene Fahrrad zu reparieren oder Feste und andere Treffen stattfinden zu lassen, die in den Häusern der nahegelegenen Siedlung nicht möglich sind. Die Leute aus der nächsten Umgebung sind auch die Hauptzielgruppe dieses Projektes. So ist ein weiteres Ziel des Projektes die gute Nachbarschaftspflege.

Im Moment steckt das Projekt „Zukunftshäuschen“ noch in den Anfängen: Das Bezirksamt muß ersteinmal von dem positiven Nutzen dieser Idee überzeugt werden, damit ein Mietvertrag abgeschlossen werden kann. Ein Verein als Träger dieses Projektes ist in Gründung. Wenn der Mietvertrag ersteinmal zustandegekommen ist, geht es an die ersten Aufräumarbeiten. Der kleine verwilderte Garten muß hergerichtet werden; für den Innenraum braucht man noch Tische und Sitzgelegenheiten. Auch existiert noch kein Strom- und Wasseranschluß.

Später sind auch ein Solardach und verschiedene andere Energiesparprojekte geplant. Um das alles zu finanzieren, sollen die Mitglieder des Vereins einen ihnen angemessen Beitrag zahlen, und man will natürlich versuchen, solche Dinge wie das Solardach als Ausstellungsstücke von Firmen geliehen zu bekommen. Um das Häuschen entsprechend umbauen zu können, erhofft man sich ehrenamtliche Mithilfe von Fachleuten, damit dies möglichst kostenneutral geschehen kann.

Mitmachen kann jeder schon von Anfang an. Dafür braucht man nicht extra Vereinsmitglied zu sein. Was dieses Häuschen nun für die Zukunft bringen mag, bleibt abzuwarten; die Idee ist jedenfalls gut und könnte noch öfters in Berlin geboren werden.

Nähere Informationen zu dem Projekt „Zukunftshäuschen“ gibt es bei: Familie Paarmann, Sachtlebenstr. 29a, 14165 Berlin.


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