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Gelesen

Post an uns...

Ja, uns kann mensch auch schreiben. Nur selten bekommen wir Post von unseren LeserInnen. Das ist schade, weil wir so kaum einschätzen können, ob wir Euch gefallen... Diesmal allerdings hatten wir gleich mehrmals Post.

Ein aufmerksamer Leser hat uns mitgeteilt, daß wir einen schweren Fehler gemacht haben. Der Spruch des letzten Juckreizes, „Die Philosophen haben die Welt nur unterschiedlich interpretiert, es kommt aber darauf an, sie zu verändern“, nicht, wie von uns angegeben von Karl Marx stammt. Der Gegensatz wurde so von Friedrich Engels formuliert. Marx selbst hatte nur zwei „Tatsachen“ aneinandergereiht: „Die Philosophen haben die Welt unterschiedlich interpretiert, es kommt darauf an, sie zu verändern.“

Zu unserem Titel „Demnächst Schwarzfahren“ erreichte uns folgender Brief...

„Liebe Juckreiz-Redaktion, eigentlich war ich von der neuen Ausgabe traditionsgemäß begeistert. Nur eines hat mich diesmal aufgeregt: Eure Titelgeschichte! Juckreiz-Geschichten dürfen nicht um Objektivität bemüht sein, sonst würde die Zeitung ihrem Titel nicht gerecht. Wohl aber darf man eine faire Berichterstattung erwarten, was im Aufmacher [...] meiner Ansicht nach nicht der Fall war. Nicht, daß ein Mißverständnis entsteht: Ich teile vollständig die Zweifel der Autorin bezüglich der BVG-Pläne. Nur eines habe ich bei der Aufzählung der einzelnen Maßnahmen (Plus-Karte, Umweltkarten-Mietwagen-Ticket) vermißt: den Konjunktiv! Immerhin wird in der dritten Spalte enthüllt, daß die BVG die vollständige Richtigkeit dieser Angaben bestreitet [...]. Das hätte (kommentiert!!) vorangestellt gehört, liebe Leute! So aber zielt die vorherige Präsentation der fragwürdigen Sparmaßnahmen einzig darauf ab, Aggressionen gegen die BVG zu schüren, allerdings auf eine, wie ich finde, unseriöse Weise. Eine viel bessere, „seriöse Abwertung“ des BVG-Images ergibt sich aus der Tatsache, daß das Unternehmen bisher keine Gegendarstellung veröffentlicht hat. Diesen Fakt habt Ihr leider bestmöglichst im vorletzten Absatz versteckt - schade! Foto und Bildunterschrift fand ich dagegen so nett und gelungen, daß ich wieder versöhnlich gestimmt war...

Liebe Grüße und frohes Schaffen weiterhin, Thorsten Gabriel“

Wir erwarten Eure Briefeflut! Schickt sie uns an: Juckreiz, Jagowstraße 12, 10555 Berlin, Juckreiz@gosh.berlinet.de


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