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Hintergrund:

Besetzte Häser

Juckreiz Hausbesetzer in Berlin: „Wir sind nicht radikal, wir wollen nur leben“
Als ich mich auf den Weg nach Friedrichshain machte, war ich bestens gelaunt. Ich stellte es mir äußerst spannend vor, von HausbesetzerInnen zu berichten. Auf die Idee, daß sie vielleicht gar nicht mit mir reden wollten, kam ich nicht. Als ich dann eine Bekannte in der U-Bahn traf und wir uns unterhielten, kam mir der Gedanke, daß meine Aufgabe wohl doch nicht so einfach sein könnte: Sie meinte nämlich, daß ich erstmal ziemlich laut schreien müsse, damit ich überhaupt reinkomme.

Juckreiz Wenn besetzte Häuser geräumt werden: Ausziehen muß in 30 Minuten gehen
In der Scharnweberstraße 28 sind die Leute, die ich treffe, gesprächiger. Daniela (Name geändert) nimmt mich mit nach oben in die Gemeinschaftsküche. Mein erster Eindruck: saukalt, verraucht und ungemütlich. Viele Flugis und Plakate hängen an den Wänden. Alle mit besetzten Häusern oder Hausräumungen.

Juckreiz Besetzte Häuser auf der roten Liste?: Keine „Berliner Linie“ mehr
Das vergangene Jahr hat die Anzahl der besetzten Häuser in Berlin stark schrumpfen lassen. Mit dem Ziel, dieser Stadt einen fleckenlosen Anstrich zu verleihen, geht Innensenator Schönbohm seit seinem Amtsantritt mit neuer Härte gegen solche und andere „kleine radikale Randgruppen“ vor. Der Erfolg dieser Politik ist allerdings eher der, daß die Besetzer auf die Straße gehen und sich viele offen mit ihnen solidarisieren. Eine entscheidende Veränderung der Stadt wurde dagegen nur selten erreicht.


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