Juckreiz Die Jugendumweltzeitung aus Berlin
Alle Dateien von Juckreiz 18 als Zip (110 kB)
Aktuelles Seiten 1-3 Schwerpunktthema Seiten 4-6 Neues aus der Jugendumweltbewegung Seite 7 Service Seite 8 Zum Nach- und Mitmachen Seite 9 Lesestoff Seite 10 Hintergrund Seite 11 Die letzte Seite Seite 12 Regionalausgaben Nicht in der Papierausgabe
Zwölf vor Fünf
Denk mal.
Wird Berlin sonnenfreundlich?: Schwieriger Weg zur Solar City
Seit Peter Strieder im Amt des Senators für Stadtentwicklung, Umweltschutz und Technologie ist, propagiert er Berlin als Solarhauptstadt. Doch zwischen sagen und tun ist bekanntlich ein kleiner Unterschied. So gab es in diesem Jahr zwar einiges an Neuerungen, die die Installation einer Solaranlage attraktiver machen, eine bedingungslose Förderung des alternativen Energieträgers ist aber noch lange nicht in Sicht.
Sommer, Sonne, Fahrradtour: Der Spreewald lädt nicht nur zum Paddeln ein!
Viele Leute meinen, sie müßten in ihrem Sommerurlaub möglichst weit weg von zu Hause reisen. Daß aber auch viele wunderschöne Erholungsgebiete direkt vor Berlins Stadttoren liegen, scheint ihnen gar nicht bewußt zu sein. So bieten sich von hier aus auch viele Kurz-Radtouren ins Umland an. Zu nennen seien da beispielsweise Rheinsberg, das Havelland und der Wörlitzer Park als Ziele, die man in ein, zwei Tagen gut erreichen kann. Dem Fahrradfahrer bieten sich dabei wunderschöne Landschaften und viele Seen, in denen er sich beim Baden erfrischen kann.
Kurz notiert
Aktuelle Kurzmeldungen
Der Widerstand gegen die B31 Ost: Wie die Freiburger der Bundesstraße den Kampf ansagten
Deutschland gibt weltweit am meisten Geld für den Ausbau der Verkehrswege aus und besitzt eines der dichtesten Verkehrsnetze der Welt. Trotzdem stehen noch 11.000 km neue Autobahnen und Bundesstraßen auf dem Programm des Bundesverkehrswegeplanes (BVWP). Gegen diese Weiterbetonierung der Republik wehren sich landauf, landab Bürgerinitiativen, Naturschutzverbände und andere Organisationen, da die bereits existierenden Belastungen durch den Straßenverkehr das für Mensch und Natur Erträgliche bei weitem übersteigen.
Ozonunbedenklicher Sommer: Mit BISS ein neues Ozongesetz
Diesen Sommer ist es wieder mal in aller Munde: das Ozongesetz. Dabei ist klar, daß die deutschen Grenzwerte nicht nur aus Sicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) absolut unzureichend und gesundheitsgefährdend sind. Die das Ozon verursachenden Autos dürfen selbst bei Ozonspitzenwerten weiter fahren, während vor allem Kinder wegen der großen Gesundheitsgefahr nicht mehr draußen spielen können. Das ist nicht nur unfair, sondern bekämpft das Problem auch nicht an der Ursache. Deshalb machen sich die am stärksten Betroffenen für eine Verschärfung des Ozongesetzes stark. Bei der Aktion BISS können alle BIS Siebzehn teilnehmen.
Energiesparen in Schulen: Mit 50 Prozent für eine bessere Zukunft
Seit knapp zwei Jahren existiert das Hamburger Modell, ein Modell, das eine 50%-Beteiligung der Schulen an den im Energie- und Abfallbereich eingesparten Geldern vorsieht. Seit einem Jahr wird auch in Berlin an dem Projekt fifty-fifty gerödelt. Beide Modelle haben den begrüßenswerten Ansatz, Energie und Abfall einzusparen. Darüber sind sich auch alle einig unterschiedliche Meinungen gibt es bei der damit verbundenen Autonomiedebatte.
Kein Posttransport per Bahn mehr: Schreib mal wieder
Seit dem ersten Juni diesen Jahres wird keine Brief-Post mehr per Bahn befördert. Die letzten Intercity-Postzüge sind abgefahren und damit auch eine schnelle und umweltfreundliche Alternative zum Transport mit dem LKW.
Gesetzesnovelle: Naturschutz nein danke
Anfang Juni verabschiedete der Bundestag die Novelle zum Bundesnaturschutzgesetz. Als kraftlose Novelle einer machtlosen Ministerin hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) diese Änderung bezeichnet: Statt Reformen zu stärkerem Natur- und Artenschutz wird das Gesetz aufgeweicht. Die Chance, das Verhältnis zwischen Naturschutz und Landwirtschaft zu verändern, ist verpaßt. Chemie- und Agrarlobby scheinen den Sieg davonzutragen.
Schwerpunkt Die kleinen Schritte: Macht der Verbraucher
Kleine Schritte können die Welt verändern. Denn jeder Schritt ist ein Schritt in eine bestimmte Richtung hin zu einer Welt, wie wir sie uns wünschen. Wir, die diesen Schwerpunkt gestalten, wünschen uns natürlich eine Welt, in der das ökologische Gleichgewicht erhalten bleibt. Im Umweltschutz ist oftmals nur ein geringes Umdenken erforderlich, um sehr viel verändern zu können.
Anti-Atom-Sommercamp: Campf wider das Morslebener Atomklo
Wenn von Gorleben die Rede ist fast jedeR weiß, worum es geht. Aber Morsleben? Dabei ist Morsleben das einzige real existierende Atommüll-Endlager in Deutschland. Viele nennen es Atomklo, denn nach westlichen Maßstäben wäre Morsleben nie genehmigungsfähig gewesen. Mit einer Reihe juristischer Tricks wurde aber einfach die DDR-Betriebsgenehmigung umgedeutet und soll sogar nochmals verlängert werden. Als Höhepunkt der Stillegungsinitiative 97 findet vom 9. bis 17. August ein Protestcamp in der Nähe des Lagers statt.
Umwelt-Kinder-Tag 1997: 56.000 Kinder aktiv für die Umwelt
Einmal reicht nicht: Der Umwelt-Kinder-Tag war schon 1996 ein Riesenerfolg. Über 45.000 Kinder in Umweltgruppen, Kindergärten, Schulklassen und sogar ganzen Schulen nahmen daran teil mit etwa tausend Umwelt-Aktionen. Das Anliegen ist aber nach wie vor aktuell: Kinder sind es, die mit dem fertigwerden müssen, was wir ihnen heute hinterlassen. Nun wurde ihnen die Chance gegeben, durch den bundesweiten Rahmen des Umwelt-Kinder-Tages 1997 ein besonderes Echo in der Öffentlichkeit zu erreichen. Hunderte von Aktionen sollten zeigen, daß den Kindern die Umwelt nicht egal ist und wie man sie schützt.
Neues aus der Jugendumweltbewegung: Kurz notiert
Kurzmeldungen aus dem Jugendumweltbereich.
Juckreiz abonnieren!
Der Aboschnibbel, gut für die ziemlich roten Juckreiz-Zahlen, auch zum online Bestellen.
Für Jugendliche: Umweltadressen in Berlin
Die Zusammenstellung der uns bekannten Jugendumweltinitiativen in Berlin.
Organisationen & Einrichtungen in Berlin (9): Anti-Kriegs-Museum
In unserer Reihe stellen wir Euch dieses Mal das Anti-Kriegs-Museum vor.
Berliner Gewässer: Wasser ist zum Baden da (?)
Dank der letzten Eiszeiten haben es die BerlinerInnen und BrandenburgerInnen in Bezug auf das Angebot von Badeseen ziemlich gut. Allein die innerstädtischen Havelseen, wie Wannsee und Tegeler See, bieten Erholung vor der Haustür. Ansonsten verhelfen S- und Regionalbahn zum schnellen Badespaß. Doch wie ist es um die Gewässer bestellt? Einleitungen und Einträge aus Stadt und Landwirtschaft könnten den Spaß bald verderben.
Drahtesel fit gemacht und los gehts!: Eine Radtour durch den Spreewald
Es ist Sommer, Ferienzeit und gutes Wetter. Die Fahrräder stehen im Keller oder angeschlossen vor der Haustür. Aus dieser Ausgangssituation läßt sich doch auf jeden Fall eine schöne und erlebnisreiche Fahrradtour zaubern. Berlin bietet spätestens seit der Wende hierfür viele tolle Routen direkt vor der Haustür. So wollen wir Euch in dieser Ausgabe eine Fahrradtour durch den Spreewald vorstellen.
Mal was neues: Tschopska-Salat
Gerade in der Sommerzeit will man zum Mittag lieber etwas leichtes essen. Schnell zubereitet und immer eine gute Alternative sind Salate. In Bulgarien ißt man Tschopska-Salat, der ganz einfach zubereitet werden kann und zusammen mit Toast oder Kräuterbaguette eine leckere Mahlzeit ergibt.
Lesestoff: Bücher und Spiele
Wir stellen Euch wie immer einen Haufen interessante Bücher vor.
Gedicht: Jürgen Riedel: Christlich-diabolische Union
Hintergrund Tarnorganisationen: Gut getarnt ist halb gewonnen: Wie die Industrie unser Umweltbewußtsein mißbraucht
Um Ihre nicht ganz so weiße Weste wenigstens nach außen hin strahlen zu lassen, kommen Industriekonzerne auf erstaunliche Ideen: Sie gründen Organisationen, die sich nach außen hin als Umweltschutzvereinigung darstellen, eigentlich aber nichts anderes als die traditionelle Lobbyarbeit leisten. In den USA wurde diese Art der Öffentlichkeitsarbeit erstmals erfolgreich angewandt. Von Industrievertretern gegründete Gruppen, die etwa propagierten, es sei ökologisch am sinnvollsten, alle Gesetze zum Schutze der Luftqualität sofort aufzuheben, fanden Anklang in Teilen der Bevölkerung. Ihr Einfluß wurde so groß, daß es sogar bei politischen Debatten um neue Gesetze im Bereich des Umweltschutzes kein Weg mehr an ihnen vorbei gab. Der Anklang und Erfolg der ersten Gruppen dieser Art war so groß, daß es in zwischen so viele von ihnen gibt, daß der Laie den Überblick verliert.
Zensur im Internet: Bücherverbrennungen virtuell
Eine Zensur findet nicht statt, heißt es in Artikel 5 des Grundgesetzes. Doch wie sieht die Realität in Deutschland aus? SchülerInnenzeitungen werden von DirektorInnen zensiert (dazu rechts unten), bei vielen JournalistInnen sitzt die Schere entweder im eigenen Kopf oder in der Redaktionsleitung, weil mensch Angst hat, AnzeigenkundInnen könnten abspringen (rechts oben), und ohne eine richterliche Überprüfung verlangt die Bundesanwaltschaft die Sperrung bestimmter Internetangebote, sperren Internetdienstleister die Seiten ihrer KundInnen.
Die Schere im Kopf: Wir zensieren uns schon ganz von selbst
Eine Zeitung zu machen kostet Geld, und zwar nicht wenig, zitiere ich unseren Abocoupon. Die meisten Zeitungen und Zeitschriften finanzieren sich über Werbung, da der Kaufpreis ansonsten so hoch wäre, daß die Auflage mächtig darunter litte, siehe als Beispiel die junge Welt. Das schafft Abhängigkeiten.
SchülerInnenzeitungen: Von DirektorInnen, Zensuren und Zensur
Die Herausgabe von Schülerzeitschriften unterliegt keiner Genehmigung oder Zensur durch Schulleiter oder Schulaufsichtsbehörde, heißt es in den Ausführungsvorschriften (AV) über Schülerzeitschriften des Landes Berlin. Trotzdem werden immer wieder Fälle bekannt, in denen ein kleiner Direktor großer Diktator spielt, Vertriebsverbote verhängt, Änderungen oder Streichungen von Artikeln verlangt oder das Beilegen eines Kondoms verbietet.
Mitmachen und aktiv werden!
Der Mitmachschnibbel, direkt online zum Ausfüllen.
Regionalausgabe Südwest
Inhalt der Juckreiz-Regionalausgabe für den Südwesten Berlins (Schöneberg, Steglitz, Wilmersdorf, Zehlendorf).
Regionalausgabe West
Inhalt der Juckreiz-Regionalausgabe für Spandau und Charlottenburg.
Terminkalender
Die Veranstaltungen der Jugendumweltgruppen in Berlin und Umgebung, regelmäßig aktualisiert.
Die Papierausgabe könnt Ihr bestellen: ein Juckreiz-Probeexemplar oder ein Juckreiz-Abo.