Juckreiz Die Jugendumweltzeitung aus Berlin
(mh) Das bekannte freundliche Ost-Ampelmännchen droht auszusterben. Sogar unsere Abgeordneten im Abgeordnetenhaus sorgen sich um seine Zukunft. So brachte die PDS-Abgeordnete Jutta Matuschek folgende Mündliche Anfrage an den Senat ein:
1. Welche Schuld hat das Ampelmännchen Ost außer durch seine Farben Rot und Grün auf sich geladen, obwohl selbst Verkehrspsychologen West ihm seine Verdienste bei der Unterstützung von Kindern sowie älteren und sehbehinderten Menschen bescheinigten und der sächsische Ministerpräsident Biedenkopf ihm Asyl bewährt? 2. Was kostet die als Anpassung deklarierte Eliminierung der ca. 2.600 Ampelmännchen Ost den Berliner Steuerzahler?
Der Senator für Bauen, Wohnen und Verkehr antwortete darauf: Das Ampelmännchen Ost mit Hut genießt mit Recht viele Sympathien, während das im Westteil verwendete Piktogramm darauf verweisen kann, von der Forschungsstelle Straßen- und Verkehrswesen empfohlen und von den meisten Kommunen in Deutschland eingesetzt zu werden. Der Senat glaubt, daß ein einheitliches Erscheinungsbild der Verkehrszeichen und auch der Lichtsignalanlagen in der ganzen Stadt gewährleistet werden sollte. Da im Oktober 1990 weniger als 20% der Ampelanlagen im Ostteil der Stadt standen, werden nun bei diesen nach und nach die Symbole ausgetauscht. Für den Austausch sind aber keine zusätzlichen Mittel erforderlich, da er nur erfolgt, wenn die alten Anlagen defekt sind und generell erneuert werden.
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