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Regenerative Energiequellen

Aufbruch zu alternativen Horizonten – die Zukunft läßt schön grüßen

(al) Folgendes dürfte anhand der vorhergegangenen Artikel klar geworden sein: Zur Deckung seiner existentiellen Bedürfnisse benötigt der Mensch Energie. Das war schon in grauer Vorzeit der Fall und ist im Grunde erst dadurch zum Problem geworden, daß die „Bedürfnisse“ der Menschen im Laufe der Zeit weit über die Existenznotwendigkeit hinaus gewachsen sind, die Bevölkerungszahl, die sich auf diesem Globus tümmelt, die Grenzen seiner Kapazität zu übersteigen begonnen hat und sich in Folge von Ressourcenknappheit politische Konflikte häufen, die besonders in Regionen, in denen die Frage nach dem Zugang zu Energiequellen über das Überleben ihrer Bewohner entscheidet, oftmals zu Bürgerkriegen ausarten.

Die Entdeckung der Kernspaltung war von daher mit großen Hoffnungen in bezug auf die Sicherung zukünftiger Energieversorgung verbunden. Hoffnungen, die angesichts der praktischen Erfahrungen mit Atomkraft, ihrem tatsächlichem Nutzen und ihren Risiken enttäuscht wurden. Welche Konsequenzen ergeben sich aus der Einsicht, daß es wie bisher nicht weitergehen kann, da die Menschen unter dem Verlust jeglicher Lebensqualität, wenn nicht gar aller Lebensbedingungen, mehr zu leiden hätten als unter Energieknappheit, würden sie im gleichen Stil wie bisher weiterwirtschaften?

Mit bloßem Energiesparen ist es also wohl nicht getan. Schließlich müßten alle Verbraucher sich dazu bereit erklären, und aufgrund wirtschaftlicher Interessenvernetzungen ist für die meisten gar kein Anlaß zum Sparen gegeben. Zu einem kollektivem Umdenken scheint es also noch ein weiter Weg zu sein.

Was also macht der Mensch mit gesundem Verstand aus so einer scheinbar ausweglosen Situation? Er mobilisiert all seine verborgenen Reserven an Wissen und Intuition, und in 99 von 100 Fällen hat er damit auch Erfolg, und es eröffnen sich ihm ehrvolle Auswege aus seinem Dilemma, wenn nicht gar gänzlich neue Horizonte.

In unserem Falle der „Energiekrise“ sind einige von ihnen – eben die mit gesundem, d.h. konstruktivem Problembewußtsein ausgestatteten und (noch) nicht durch Macht korrumpierten – bereits weit in die richtige Richtung vorgeprescht, haben Altes, nämlich die immer schon vorhandenen Kräfte der Natur, mit Neuem, der Technik, mit der man sich diese Naturkräfte möglichst effektiv zunutze machen kann, verbunden und machen sich seither für eine verstärkte Nutzung der Alternativen Energien stark. Das wird ihnen nicht gerade leicht und durch neuste Gesetzesbeschlüsse, wie den zur Beschränkung der Abnahmepflicht regenerativ erzeugter Energien auf 5% des Gesamtstroms (die Folgen sind absehbar) immer schwerer gemacht.

Von dieser Entwicklung sollte man sich aber nicht abschrecken, geschweige denn in seiner Einschätzung beeinflussen lassen. Zu diesem Zweck trägt vielleicht ein kurzer, hoffentlich informativer Überblick über alternative Formen der Energienutzung bei, durch den deutlich werden soll, welch faszinierende und doch eigentlich simple Ideen sich hinter solchen Konzepten verbergen:

Obwohl im Grunde auch die Nutzung fossiler Energiequellen ein Rückgriff auf die von der Sonne gelieferte Energie in gespeicherter Form darstellt, sind noch ganz andere Nutzungsformen des sehr vielseitig nutzbaren Energiespenders Sonne denkbar.

Alternativ sind sie eben aus dem Grund, daß sie mehr oder weniger in der direkten Nutzung (Speicherung erfolgt wirklich nur in Form von Wärmespeicherung) bestehen und keine von der Erde in Jahrmillionen produzierten Reserven (den natürlichen Ressourcen) in Mitleidenschaft gezogen werden und auch die Kernenergie durch sie ersetzt werden kann. Dieses alternative Nutzung der Sonnenenergie besteht im Wesentlichen aus folgenden drei Möglichkeiten: 1. den Solarzellen, mit deren Hilfe Sonnenenergie sofort in Strom umgewandelt wird, 2. den Sonnenkollektoren, die den Bereich der Warmwassererzeugung betreffen, welches dann vorwiegend im Haus zum Duschen, Abwaschen etc. genutzt wird und 3. besteht noch die Möglichkeit einer passiven Nutzung der Sonnenenergie, bei der z.B. bei der Konzeption eines Hauses auf die Bedingungen der Sonneneinstrahlung geachtet wird, die nicht vor ihrer Nutzung gespeichert oder umgewandelt wird, sondern so, wie sie vom Himmel strahlt, beispielsweise durch Fensterfronten an der Südseite, direkt verwendet wird. Letztgenannte Beispiele stellen vor allem Alternativen zur Nutzung der fossilen Energieträger dar, das der Solarzellen könnte die Kernenergie einschränken. Würde es nicht wie bereits beschrieben mit fadenscheinigen Argumenten von Energiewirtschaft und Atomlobby verhindert. Schaut man sich aber einmal um, so wird man sehen, wie leicht diesen bereits bestehende Beispiele entgegengehalten werden können.

Die zweite sehr gute Möglichkeit, Strom zu erzeugen, liefert die Energieerzeugung durch Wind. Windenergie wurde schon vor Anbruch des Technikzeitalters besonders zum Mahlen von Korn genutzt. Windmühlen gingen dann aber durch technisch oft nur mangelhafte Großwindanlagen unter. Die technischen Möglichkeiten der kleineren Anlagen hingegen sind ausgereift, und welche Nachteile haben eigentlich viele solcher kleinen Anlagen gegenüber einer großen?

Problematischer allerdings ist hierzulande die Nutzung der Wasserkraft, die momentan 4% unserer Energieerzeugung ausmacht. Ein weiterer Ausbau ist aufgrund seiner Folgen (Zerstörung der Flußlandschaften) nicht unbedingt vertretbar. Zahlreiche stillgelegte Wasserkraftwerke stehen jedoch ungenutzt herum. Ihre Wiederinbetriebnahme wäre allerdings wünschenswert.

Ansonsten steht uns als ständig neu anfallende Energiequelle Biomasse in Form von organischen Abfällen zur Verfügung, die zu Biogas umgewandelt werden kann. Bei dieser Energieumwandlung wird immer nur soviel CO2 freigesetzt, wie die Pflanzen zu ihrer Entstehung auch wieder benötigen, sie belastet daher Atmosphäre und Klima nicht.

Als letzten Energieträger, der nicht mit Nachteilen dieser Art verbunden ist, ist die geothermische Energie zu nennen, die vorwiegend in Form von Warmwasser verfügbar wird, das im Erdinnern erwärmt und heraufgepumpt wird.

Es gibt also durchaus Alternativen, deren Auskostung das Problem der Energieversorgung beseitigen könnte. Daß sich hier nicht eine einzelne Energiequelle als die allein zukunftsweisende behauptet, ist insofern eigentlich nur logisch, da es bei der Nutzung alternativer Energien für ihre Effektivität von entscheidender Bedeutung ist, sie den örtlichen und natürlichen Gegebenheiten gemäß einzusetzen.


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