Juckreiz Die Jugendumweltzeitung aus Berlin
(sp) Vor sage und schreibe nun schon fünf Jahren, im Juni 1993, erschien die erste Ausgabe des Juckreiz damals noch mit dem Untertitel Das SchülerInnen-Umweltschutz Info. Doch der Untertitel war nicht das einzige, was sich änderte: Die am Juckreiz Beteiligten wechselten, und mit ihnen auch die Schwerpunkte und Ideen. Fünf Jahre Juckreiz eine stolze Zeit, über die sich ein Resümee lohnt.
Vom ursprünglichen Redaktionsteam gehen die meisten nicht mehr zur Schule, viele leben in anderen Städten die GründerInnen sind alt geworden. Dafür sind viele jüngere Gesichter neu hinzugekommen. Der Anspruch, eine verständliche, inhaltlich hochwertige Umweltzeitung von Jugendlichen vor allem für Jugendliche zu machen, dieser Anspruch ist geblieben.
Doch wie immer wieder zwischendurch mal sind aktuell einige Wolken am Juckreiz-Himmel zu sehen: So eine Zeitung zu machen, ist ein Haufen Arbeit, von der Planung und dem Schreiben der Artikel über die Finanzen bis zu Layout und Vertrieb. Selbstgesteckte Ziele machen das manchmal nicht gerade einfacher so dürfte der Juckreiz trotz einiger Aufweichungen unter den Jugendumweltzeitungen noch mit Abstand die schärfste Anzeigenausschlußliste mit Firmen und Produkten haben, für die wir keine Werbung machen wollen (siehe http://www.jugendumwelt.de/juckreiz/jr/anzaus.htm).
Wobei sich die Finanzierung bisher immer als ein irgendwie lösbares Problem herausgestellt hat zwar manchmal mit Bauchschmerzen bei der Redaktion verbunden, aber immerhin konnte der Juckreiz erscheinen. Viel schwieriger war und ist nicht ganz ohne Grund erscheint diese Ausgabe zwei Monate verspätet, nachdem schon im Vorfeld ihr Erscheinen um einen Monat verschoben worden war die momentan geringe Zahl von Leuten, die sich an den verschiedenen Arbeiten beteiligen.
An wenigen Leuten bleiben so jeweils viele Artikel hängen, die recherchiert und geschrieben werden wollen. Dumm nur, daß diese nebenbei noch in die Schule oder auf die Uni gehen, ihren Lebensunterhalt verdienen müssen und einige andere Sachen machen, häufig in Umweltgruppen. Zwar macht die Arbeit viel Spaß, aber es muß sich halt die Zeit dafür finden... Zu einer großen Menge an Arbeit überhaupt gesellen sich dann noch die üblichen menschlichen Problemchen wie Vergeßlichkeit, Krankheit oder falsche Einschätzung der noch freien und der benötigten Zeit, und schon ist die Zeitplanung über den Haufen geworfen.
Und wenn dann noch die Finanzierung nicht steht...
Jede Verzögerung bei der Fertigstellung zieht dann weitere Probleme nach sich: Der Termin für den Druck muß gekippt werden, das Eintüten verschiebt sich und alle, die sich extra den Tag freigehalten haben, sind ebenso gelackmeiert wie die, die dann am Ersatztermin mit weniger HelferInnen dastehen.
Aber natürlich sehen wir auch noch Licht am Ende des Tunnels. Wir halten den Juckreiz auch weiterhin für ein wichtiges Projekt, und glücklicherweise werden wir auch immer wieder darin bestärkt. Im Moment zeichnen sich zwei Zukunftsvarianten für den Juckreiz ab: Einerseits wäre eine Zusammenarbeit mit der Vogelfrei, der Zeitung der LandesschülerInnenvertretung (LSV) Berlin, möglich. Der Juckreiz würde dann in der Mitte der Vogelfrei eingeheftet, selbstverständlich in deren Format (die Hälfte des bisherigen). Andererseits besteht die Möglichkeit, daß der Juckreiz weiterhin völlig eigenständig bleibt in jedem Falle allerdings mit einer kompletten Überarbeitung des Konzeptes, evtl. auch des Formats.
Die Entscheidung, welche der beiden Tunnelröhren zum Licht wir nehmen wollen, wird auf einem Perspektivtreffen vom 6. bis 8. April getroffen. Dazu sind alle Leute, die sich konstruktiv in die Diskussion einbringen wollen, herzlich eingeladen. Möglichst außerhalb Berlins soll in angenehmer, streßfreier Atmosphäre (mit gemeinsamer Übernachtung) diskutiert und entschieden werden, wie es weiter geht. Alte Zöpfe können hier endlich mal radikal abgeschnitten, neue Ideen ausgesponnen werden. Strukturen sollen kritisch überdacht und ein neues Konzept entwickelt werden.
Bis zum Ende der Sommerferien bleibt dann genug Zeit, um die gefaßten Beschlüsse umzusetzen, so daß sich im August dann hoffentlich ein neuer, frischer Juckreiz präsentiert.
Damit der Juckreiz eine Zukunft hat mach mit! Melde Dich bei uns, wenn Du uns helfen willst, sei es erst mal nur mit guten Ideen und konstruktiver Kritik, sei es mit einem weiteren Einstieg in die Redaktionsarbeit, in welchem Umfang und Bereich auch immer! Wir freuen uns auf Dich!
Melde Dich bei Sandra, Jonas oder Spitti im Jugendumweltladen der BUNDjugend, Jagowstraße 12, 10555 Berlin, Telefon 030/392 82 80, Fax 392 79 97, e-Mail redaktion@juckreiz-berlin.de!
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