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Mobiles Kopfweh

Unwohlsein mit Handys – woher das wohl kommt?!

(es) Über Handys in Skandinavien hörte man bisher fast nur Meldungen, die von klingelnden Schulranzen während der Klassenarbeit und ähnlichem berichteten. Doch mit dem Ausbreiten dieses kleinen Gerätes, das sich in den neunziger Jahren immer mehr im Alltag etabliert, haben sich gleichzeitig Beschwerden bei den Nutzern eingestellt. Diese klagten nicht selten über Kopfschmerzen, Hitzegefühl am Ohr und Unwohlsein während der Gespräche am Handy. Aus diesem Grund machten sich das schwedische Nationale Institut für Arbeitsleben (Arbetslivinstitutet) und das norwegische Sintef-Institut an eine groß angelegte Umfrage. Mit überraschendem Ergebnis: In Schweden klagten 13 Prozent, in Norwegen sogar 30 Prozent über Kopfweh, Wärmegefühl am Ohr oder Hautbrennen.

In der bisherigen Diskussion waren immer nur der entstehende Elektrosmog und das aus den elektromagnetischen Strahlen resultierende Krebsrisiko diskutiert und erforscht worden. Daß das mobile Telefonieren auch Störungen im Wohlbefinden auslöst, ist dagegen ein neues Phänomen. Dabei sind die Ergebnisse der Studie statistisch eindeutig: Durchweg wuchs die Häufigkeit der oben genannten Symptome mit der Dauer des Telefonierens. Zum Beispiel klagten Dauertelefonierer (mehr als ein Stunde pro Tag) achtmal häufiger als Wenigtelefonierer (weniger als eine Viertelstunde pro Tag) über das Wärmegefühl am Ohr.

Über zusätzliche Probleme an Augen, Ohren und Nacken oder Hautkribbeln berichteten in Norwegen drei und in Schweden fünf Prozent. Bei der Suche nach der Ursache untersuchten die Autoren der Studie auch, ob es Unterschiede zwischen digitaler Sendetechnik (Netze wie D1, D2, E-plus und E2) und analoger Sendetechnik (zum Beisiel C-Netz) gäbe. Entgegen der Annahme, die gepulsten digitalen Strahlen würden gegenüber den analogen mehr Schwierigkeiten machen, fanden die Wissenschaftler kaum nennenswerte Unterschiede.

Die Mitarbeiter schränkten jedoch ein, daß trotz der statistisch klaren Ergebnisse die Beschwerden nicht unbedingt auf die Sendestrahlen zurückzuführen seien. Da analoge Verbindungen oft durch Rauschen beeinträchtigt und in digitalen Netzen die Gespräche immer wieder kurz unterbrochen würden, könnten „diese akustischen Störungen Streß und dadurch indirekt Symptome wie Kopfschmerz und Müdigkeit auslösen“. Um das festzustellen, seien aber weitere Studien notwendig, so die Wissenschaftler am Ende ihrer Studie.

Die Datengrundlage der Studie ist allemal beeindruckend: Auf 17.000 Anfragen kamen 12.000 Fragebögen zurück. Zusätzlich schlossen die Forscher mit Fragen über die Selbsteinschätzung über den allgemeinen Gesundheitszustand der Befragten aus, Angaben über eingebildete Kranke auszuwerten.


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