Juckreiz Die Jugendumweltzeitung aus Berlin
Klammheimlich Nahrungsmittel panschen: Den Gentechnik-Firmen in die Suppe spucken
Nun haben sie geforscht, experimentiert und freigesetzt. Sie haben uns manipuliertes Lecithin ins Essen geschleust und dafür sogar die Erlaubnis bekommen. Doch glücklich sind sie immer noch nicht, die Gentechnik-Firmen. Und ihr großes Problem sind wir, die Konsumenten. Fast 80% der Deutschen wollen nichts von dem designten Essen auf ihren Tellern haben. Wenn die Designer ihre Kost jetzt nicht alleine verspeisen wollen, müssen sie sich offensichtlich etwas einfallen lassen.
Transgene Pflanzen: Dicke Gewinne mit genmanipuliertem Soja
Seit Jahrtausenden trachten die Menschen danach, ihren Nahrungspflanzen möglichst viel Ertrag zu entlocken. Es begann wohl mit gezielter Aussaat von Pflanzen. Dem folgten Bewässerungssysteme, Düngung und bewußte Züchtung, bis schließlich die Gentechnik beliebige Wünsche in realistische Nähe brachte. Eine Tomate, die nicht mehr matscht, Soja, das nicht mehr vor Unkrautmitteln kapituliert und Kartoffeln, die kein Kartoffelkäfer mehr zerknabbern kann drei aktuelle Beispiele für Gentechnik in der Nahrung.
Chancen und Gefahren der Gentechnik im Bereich der Medizin: Gen-Pillen sind auch nicht besser
Molekularbiologische Forschungsergebnisse haben in den letzten Jahrzehnten die gesamte Biologie und die Grundlagen der Medizin fundamental revolutioniert. Neue biotechnische Methoden ermöglichen heute, Gentexte zu analysieren, zu entziffern und auch zu verändern. Während sich in Deutschland gerade die Wissenschaft und Industrie für den Einsatz der neuen Biotechnologien einsetzen, ist sie für die Mehrheit der Bevölkerung immer noch mit Ängsten vor unkalkulierbaren Risiken verbunden.
Biotechnologie: Gentechnik für Anfänger
Ein geklontes Schaf, manipuliertes Soja und wunderwirkende Arzneimittel: die Zeichen einer neuen Technologie der Gentechnologie.
Buchtip: Blaupause
Vorstellung von Charlotte Kerner: Blueprint.
Die schöne neue (Gen-)Welt: Gentechnik: Profite kontra Verantwortung
Profit und Verantwortung gehen scheinbar nicht zusammen. Was die industrielle Nutzung der Gentechik betrifft, so zählt für die Unternehmen nicht etwa die Verbesserung des Lebensstandards oder gar die Lösung des weltweiten Hungerproblems, sondern der möglichst schnelle Verdienst. All diejenigen, die sich sträuben, an die schöne neue (Gen-)Welt zu glauben, werden getreu der Vermarktungsstrategie als fortschritts- oder sogar menschenfeindlich bezeichnet. Dabei ist Kritik an Doping-Enzymen und Wegwerfsaatgut oder an Eugenik durch die genetische Pränataldiganose mehr als berechtigt.
Die Geschichte der Gentechnik: Wie aus Genetik Gentechnik wurde
Vor 150 Jahren war es für die Welt eine unbedeutende Behauptung: Es gäbe Gesetzmäßigkeiten bei der Vererbung. Damals, 1865, entdeckte der Augustinermönch Gregor Mendel bei Kreuzungsversuchen mit Erbsen erstaunliche Regelmäßigkeiten, die er dann in den Mendelschen Gesetzen formulierte. Heute finden wir sie in jedem Biologiebuch. Sie öffneten die Tür für die moderne Gentechnik. Längst schnipseln die Forscher am Erbgut sämtlicher Lebewesen herum, ohne seine genaue Funktionsweise zu kennen. Aber der Reihe nach.
Alles unter Kontrolle: Gen-Mais tötet Schmetterlinge
Eine Studie der amerikanischen Cornell-Universität, die die Befürchtung äußert, Bt-Mais der Firmen Novartis, Monsanto und Pioneer Hi-Bred töte nicht nur Schädlinge, sondern auch verschiedene Schmetterlingsarten, hat in Frankreich und Österreich zu einem Verbot, bei der zuständigen EU-Kommission zu einem Aussetzen des Genehmigungsverfahrens für Genmais geführt.
Gentechnik kurz notiert
Aktuelle Kurzmeldungen zum Schwerpunkt.
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