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Gegen Klimakiller und Atomtod

Dem gelben Strom den Garaus machen

(sp) „Yelb, Yiftig, Yefährlich“ – einer der Sprüche, zu denen sich UmweltschützerInnen angesichts der Werbekampagne eines großen Stromanbieters hinreißen ließen. Denn Billig-Strom kommt meist aus Atom- und Kohlekraftwerken. Doch bei den Alternativen wird es langsam übersichtlicher.

Da es immer noch Menschen gibt, die denken, Strom habe wirklich eine Farbe, oder die mit Strom heizen und dann zum Kostensparen den billigsten Stromanbieter wählen wollen, hat sich die BUNDjugend Berlin eine Informationskampagne ausgedacht. Zum Auftakt ging auf dem Alexanderplatz erst mal ein Atomkraftwerk in die Luft. Mit Flugblättern wurden die PassantInnen informiert. Das Interesse war sehr groß, die Aussage eines jungen Mannes bezeichnend: „Ich hatte mir schon gedacht, daß da was faul ist – jetzt weiß ich’s endlich!“

Nach nur drei Stunden waren fast 800 Flugblätter verteilt, 50 Hintergrundinfos am Stand abgeholt. Denn auch das gehört dazu: Wer mehr wissen will, findet im Internet, per Faxabruf oder Post mehr Informationen zum liberalisierten Strommarkt, zu den Fallen verschiedener Anbieter – und zu den Alternativen. Denn auch zu den „Ökostrom“-Anbietern gibt es einiges zu sagen. Nicht alles, was sich „grün“ gibt, ist auch wirklich umweltfreundlich. Wer einfach nur den Wasserkraft-Anteil aus dem bisherigen Energiemix teurer als „Aquapower“ verkauft, verschaukelt damit die KundInnen ebenso wie ein Anbieter, der billigen Wasserkraft-Strom aus Österreich verkauft – denn Österreich gehört zu den Ländern, die Wasserkraftstrom exportieren und dafür Atomstrom importieren. Nicht zu Unrecht könnte ein solches Verfahren als „Stromwäsche“ bezeichnet werden.

Aber keine Panik, es gibt genügend seriöse Anbieter, bei denen der Stromkauf wirklich etwas Gutes für die Umwelt ist. Infos zu den Ökostrom-Labels und (sobald die Anerkennungen vorliegen) Links zu den empfehlenswerten Anbietern bietet die Kampagne.

http://strom.juckreiz-berlin.de, Faxabruf 030/44 65 21 37 oder gegen 1,50 DM in Briefmarken bei der BUNDjugend, Jagowstr. 12, 10555 Berlin. Wer Lust hat, bei weiteren Infoständen mitzumachen, melde sich unter 030/39 28 280 oder strom@bundjugend-berlin.de.


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