Juckreiz Die Jugendumweltzeitung aus Berlin
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Aktuelles Seiten 1-6 Schwerpunkt Menschenrechte und Umweltschutz Seiten 8-15 Neues aus der Jugendumweltbewegung Seite 17 Service Seiten 18-21 Zuletzt Seiten 22-23 Nicht in der Papierausgabe
Zwölf vor Fünf
Denk mal.
Weihnachtszeit Schokoladenzeit: Für die einen süß, für andere bitter
Schokolade macht glücklich. Zumindest die Leute, die sie essen können. Denn Schokolade enthält Glückshormone. Und zu Weihnachten werden wir geradezu überschüttet mit Weihnachtsmännern (und vereinzelt auch Weihnachtsfrauen) und anderen Gebilden aus der süßen braunen Masse. Aber längst nicht alle Beteiligten macht der Schokokonsum glücklich: Die ProduzentInnen der Rohstoffe wie Kakao haben ein schweres Los. Fairer Handel kann es ihnen erleichtern.
Ferienparadies mit Makeln-Angra dos Reis in Brasilien: Atomeinstieg mit deutscher Hilfe
In Deutschland redet alles vom Atomausstieg, die Proteste gegen eine deutsche Mitbeteiligung am Bau zweier Atomkraftwerke in der Ukraine sind gewaltig. Dabei geht glatt unter, daß die achtgrößte Wirtschaftsnation Brasilien jetzt den Atomeinstieg mit voller Kraft, deutschen Geldern, Hermes-Bürgschaften und Siemens-KWU praktiziert. Bei Rio de Janeiro ist das erste von zwei AKW des Biblis-Typs jetzt im Probebetrieb. Auffällig bis kurios, daß die Grünen nicht protestieren, Umweltminister Trittin seit dem Amtsantritt kein Wort darüber verliert. Ebenso wie Bundeskanzler Schröder als Juso-Bundesvorsitzender hatte er einst heftig und mit durchaus schlüssigen Argumenten die Atomprojekte angeprangert.
Die Phantasie europäischer Kernphysiker treibt seltsame Brüter: Juhuu, neue Daseinsberechtigung für Atomphysiker
Die Atomlobby hat jahrelang Atommüll produziert, der wiederum für tausende von Jahren strahlen wird. Wohin mit diesem Müll? Für die Anti-Atom-Bewegung steht die Antwort fest: Zuerst werden alle Atomanlagen abgeschaltet, dann erst überlegt man sich ein akzeptables Entsorgungskonzept. Doch Politiker und die Atomlobby suchen jetzt schon nach einem sicheren Entsorgungskonzept. Ein solches Konzept wird selbstverständlich irgendwann nötig sein (wäre es sinnvollerweise auch schon vor Inbetriebnahme gewesen), aber in der Argumention der AKW-Betreiber und -Befürworter dient es momentan nur der Rechtfertigung eines Weiterbetriebs der Atomkraftwerke.
Der Transrapid kommt... ins Museum: Volksinitiative langfristig erfolgreich
Bereits seit Ende der Achtziger Jahre ist der BUND gegen den Transrapid aktiv. Damals ging es um die Strecke Hamburg-Hannover. Seit 1993 koordiniert der BUND Berlin den Widerstand entlang der geplanten Strecke von Hamburg nach Berlin. Wie es scheint, letztendlich doch mit Erfolg.
Politischer Streit um Nationalpark Unteres Odertal eskaliert: Die ganze Region profitiert von den Touristen
Die pfiffigen, neugierigen Berliner hattens wieder mal zuerst gemerkt: Kaum sickert durch, daß aus dem Unteren Odertal wegen seiner Schönheit, aber auch wegen der raren Seeadler, Kraniche, Schwarzstörche, Biber und Fischotter ein Nationalpark werden soll, machen sie sich gleich scharenweise auf den Weg. Schon 1991 gings los, vier Jahre vor der eigentlichen Gründung, sagt Park-Sprecher Hans-Jörg Wilke, inzwischen kommen jährlich über 70.000 Besucher mehr als 10.000 davon, um die siebzig Gruppen monatlich, buchen bei uns Exkursionen mit Experten. Darunter sind ebenfalls viele Berliner, hochkarätige Biologen der FU, aus Zoo, Tierpark und Naturkundemuseum.
Rußland: Meinungsfreiheit contra staatliche Allmacht
Auch im Jahr 1999 wurde das Jahr der Menschenrechte in Rußland fortgesetzt. Aufgerufen dazu hatten russische und internationale Menschenrechtsorganisationen, weil die Ausrufung des Jahres 1998 als Jahr der Menschenrechte durch den russischen Präsidenten Boris Jelzin kaum Erfolge zeigte. In einer entsprechenden Erklärung fordern die Unterzeichner die russische Regierung und das Parlament auf, die dortige Menschenrechtssituation den internationalen Standards anzupassen.
Indien: Vertreibungen und Zwangsumsiedelungen für fragwürdige Großprojekte: Zwangsumsiedelungen im Namen des Fortschritts
Menschenrechtsverletzungen haben in Indien eine lange, traurige Tradition. Den jüngsten Stand zeigt der Jahresbericht 1998 von amnesty international: Im Berichtsjahr wurden mehrere tausend politische Gefangene ohne Anklageerhebung oder Gerichtsverfahren in Haft gehalten. Folterungen einschließlich Vergewaltigungen sowie Mißhandlungen waren weit verbreitet und hatten direkt oder mittelbar den Tod von mindestens 200 Menschen zur Folge. In vielen Gefängnissen grenzten die Haftbedingungen an Mißhandlung. Auch 1996 fielen zahlreiche Menschen der Praxis des Verschwindenlassens zum Opfer. Nach vorliegenden Informationen trugen die Sicherheitskräfte für mehrere hundert extralegale Hinrichtungen Verantwortung. Zu den Opfern zählten erneut Personen, die sich für die Menschenrechte eingesetzt hatten.
Frankreich: Bomben gegen Regenbogenkämpfer
Frankreich ist dafür bekannt, daß gerne mal zugelangt wird seien es Bauern beim Protest gegen Subventionskürzungen, die Straßensperren errichten (und anzünden), Polizisten, die unschuldige, friedliche DemonstrantInnen oder Verdächtige zusammenschlagen oder Regierungen, die gegen friedlichen Protest nur mit Mordanschlägen zu antworten wissen.
Australien: Widerstand gegen den Uranabbau in Jabiluka
Habt ihr gewußt, daß in Australien Uran abgebaut wird? Daß deutsche Atomkraftwerke Uran unter anderem aus Australien beziehen? Daß ein neues Uranbergwerk in Jabiluka in Bau ist, obwohl es mitten im von der UNESCO als Welt-Kultur- und Naturerbe geschützten Kakadu-Nationalpark und auf dem Land von Ureinwohnern liegt? Und daß die australische Regierung einerseits gegen Atombombenversuche Frankreichs im Südpazifik protestierte, andererseits den Uranabbau für friedliche Zwecke unterstützt?
Deutschland: Auch mal vor der eigenen Haustüre kehren
Wer diesen Schwerpunkt liest, mag auf die Idee kommen, daß hier nur mit dem Finger auf andere gezeigt wird, Deutschland wie immer besser ist. Doch auch hierzulande werden die Menschenrechte immer wieder mit Füßen getreten.
Für innovative Köpfe: Daueraktion
Die BUNDjugend gibt den Startschuß für die konkrete Planung einer Daueraktion, die im Frühjahr beginnen soll.
Gegen Klimakiller und Atomtod: Dem gelben Strom den Garaus machen
Yelb, Yiftig, Yefährlich einer der Sprüche, zu denen sich UmweltschützerInnen angesichts der Werbekampagne eines großen Stromanbieters hinreißen ließen. Denn Billig-Strom kommt meist aus Atom- und Kohlekraftwerken. Doch bei den Alternativen wird es langsam übersichtlicher.
Buchkiste
Neue Bücher aus Politik, Wissenschaft und Unterhaltung
Adressen
Die Liste der Jugendumweltinitiativen in Berlin (und teilweise Brandenburg).
Revolutionäre Brotaufstriche
Was tut ein Mensch, der aus irgend- (egal) welchen Gründen auf fleischliche Genüsse verzichtet, jeden Tag auf sein Brot legen? Meist handelt es sich bei dem Brotbelag um possierlichen Käse. Doch jeden Tag Käse zu essen, wird für den Gaumen langweilig und ist auch nicht besonders gesund. Mensch nimmt oft zuviel tierisches Fett und Eiweiß zu sich. Auf Gesundheitsratschläge(r) will ich jetzt aber überhaupt nicht eingehen. Die gibts an jeder Ecke, oft mit erhobenem Zeigefinger, und sie ändern sich sowieso alle paar Wochen.
Die Farben des Herbstes erwachen
Jetzt im Herbst werden die Walnüsse wieder reif. Die Schalenfrüchte sind nicht nur sehr lecker mit den fleischigen Hüllen, die die Nüsse umgeben, kann man auch wunderbar färben. Wer einen Walnußbaum im Garten hat, weiß, wie die grünen, schnell schwarz werdenden Schalen abfärben. Deshalb solltet ihr beim Walnußfärben unbedingt Gummihandschuhe tragen.
Frauen sind erste Wahl
Interview mit Liz Schmidt von der Feministischen Partei "Die Frauen"
Terminkalender
Die Veranstaltungen der Jugendumweltgruppen in Berlin und Umgebung, regelmäßig aktualisiert.
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