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Inhalt von Juckreiz 25

März 2000

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Aktuelles Seiten 1-11Schwerpunkt Jugendumweltbewegung Seiten 12-19Hintergrund: Energie aus dem Meer Seiten 20-21Service Seiten 22-23Nicht zuletzt Seite 24Nicht in der Papierausgabe

Aktuelles

Juckreiz Zwölf vor Fünf
Denk mal.

Juckreiz 25 Jahre AKW-Bauplatzbesetzung in Wyhl: Wenn Widerstand nur groß genug ist
„Ohne das Kernkraftwerk Wyhl werden zum Ende des Jahrzehnts in Baden-Württemberg die ersten Lichter ausgehen,“ behauptete der damalige baden-württembergische Ministerpräsident Filbinger 1975. Doch wie so viele Prophezeihungen der AtomfreundInnen ist auch diese widerlegt: Die Überkapazitäten auf dem Strommarkt sind gigantisch, obwohl sich mittlerweile auf dem Bauplatz im Dreiländereck kein Reaktor, sondern ein Naturschutzgebiet befindet. Der Widerstand der Bevölkerung konnte ihn verhindern und zum Vorbild werden.

Juckreiz Schlamperei über Schlamperei: Es ist ja nur Plutonium
Die Skandalserie der Atomwirtschaft reißt nicht ab: Am 18. Februar gab die zuständige Überwachungsbehörde NII bekannt, daß in der britischen Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) Sellafield Prüfberichte für Brennelemente gefälscht wurden und daß einige der Brennstäbe im Kernkraftwerk Unterweser eingesetzt werden. In den folgenden Tagen stellte sich heraus, daß sowohl die AKW-Betreiberin PreussenElektra, als auch die niedersächsische Atomaufsicht seit Herbst 1999 davon gewußt haben.

Juckreiz Aktuelle Kurzmeldungen

Juckreiz Geld für die nächste Katastrophe: Deutsche Bank will goldene Zyanid-Nase verdienen
In der Theiß, einem Fluß, der sich durch Ungarn und Jugoslawien windet und dann in die Donau mündet, gibt es auf weiten Strecken kein Leben mehr. Ende Januar war aus einem Auffangbecken der Goldmine Aurul in Baia Mare (Rumänien) hochgiftiger Schlamm mit dem Blausäure-Salz Zyanid ausgetreten. Die Mine war von der Dresdner Bank mitfinanziert worden, und die Deutsche Bank plant ein weiteres Projekt auf der griechischen Halbinsel Chalkidiki – obwohl beide Kreditinstitute den Kodex „Banken und Umwelt“ unterzeichnet haben.

Juckreiz Neues aus dem Gen-Labor: Das Ende der Genmanipulation?
Vor etwa 15 Jahren traten die großen Chemie- und Agrarkonzerne an, um auf breiter Front aus der Vermarktung von gentechnisch veränderten Organismen Nutzen zu ziehen. Mit einer gehörigen Portion Rücksichtslosigkeit, mit den richtigen Kontakten und ein wenig Geld wurde ein völlig neuer Geschäftszweig, die „life-sciences“ geschaffen. Zu unterscheiden ist in diesem neuen Feld vor allem zwischen roter und grüner Gentechnik, der Manipulation von tierischem (Dolly) und pflanzlichem Erbgut (Soja, Mais, Tomaten).

Juckreiz Umweltkonferenz: Neue Allianzen für die Umwelt?
Am 13. Februar lud die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Vertreter aus Landwirtschaft, Industrie und Handel, Gewerkschaften, Verbraucherverbänden und über 500 Gäste aus allen gesellschaftlichen Bereichen ein, um über die Möglichkeiten einer Neuorientierung in der Umweltpolitik zu diskutieren. Das Credo: Raus aus den Wagenburgen, mit alten Feindbildern brechen, neue Kooperationen suchen.

Juckreiz Neues Gesetz zur Ökostrom-Förderung: Mit großen Schritten ins Solarzeitalter
Der Bundestag hat Ende Februar einen Meilenstein für die Förderung umweltfreundlicher Energien gesetzt: Mit dem Gesetz für erneuerbare Energien (EEG) will die rot-grüne Koalition den Anteil von regenerativen Energien am deutschen Energiemix bis 2010 verdoppeln. Nach Einschätzung von Umweltgruppen und Solarmodul-Herstellern könnte die Rechnung aufgehen.

Juckreiz Die Umweltpolitik im Osten Deutschlands: ...viele verpaßte Chancen seit der Wende
„Gibt es die Deutsche Umwelt-Einheit?“ – jedes Jahr um den 3. Oktober herum fragt das eine Journalistin oder ein Journalist. Dahinter steht wohl die Überzeugung, daß mit der Deutschen Einheit eine Angleichung der Lebensverhältnisse zwischen Ost und West erreicht werden soll. Und die, die da bei den Interviews die Fragen stellen, haben wohl die Vorstellung, daß bei den Umweltproblemen der DDR aufgeräumt worden ist und daß es dem Osten jetzt „so gut geht“ wie dem Westen.

Juckreiz Größenwahn und Eigennutz: Spaniens suspekte Staudämme
Sicher haben es einige mitbekommen – am Dienstag dem 25.01.2000, halb neun in der Frühe erklammen drei Aktivisten der Gruppe „Solidarios Con Itoiz“ den Fernsehturm, um auf ein riesiges Staudammprojekt in Spanien aufmerksam zu machen und zu protestieren. Dieses befindet sich in der Provinz Navarra, Baskenland, circa 30 Kilometer von Iruna (Pamplona) entfernt und wird von den Flüssen Irati und Urrobi gespeist. Mit einer Hauptstaumauer von 135 Metern Höhe und einer Gesamtlänge von 35 Kilometern beträgt seine Staukapazität 418 Kubikhektometer. Schon anhand der Maße sieht man, wie monströs und bombastisch dieses Projekt ist.

Schwerpunkt: Menschenrechte und Umweltschutz

Juckreiz Schwerpunkt Jugendumweltbewegung
„Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein“ – kein Problem. 8 Seiten zum Thema Jugend und Umwelt.

Hintergrund: Energie aus dem Meer

Juckreiz Energiegewinnung aus dem Meer: Drei Alternativen mehr
Unter den meisten AtomkraftgegnerInnen gibt es einen Konsens – und zwar den, daß alle Atomanlagen sofort abgeschaltet werden müssen. Daß dies zumindest in Deutschland möglich ist, zeigen diverse Studien von Ökoinstituten. Denn selbst an Höchstlasttagen (also dann, wenn am meisten Strom beansprucht wird) sind noch ausreichend Reserven vorhanden. Doch ab und zu begegnet einem noch das vorzeitliche Argument, daß die Lichter ausgingen, wenn man „unsere“ Atomkraftwerke von heute auf morgen abstellen würde.

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Service

Juckreiz Buchkiste
Wieder mal einige Reihe interessanter Bücher.

Juckreiz Rezept: Falafel
Unser Kochtip bietet Euch diesmal Falafel mit Sesam-Soße

Juckreiz Adressen
Die Liste der Jugendumweltinitiativen in Berlin (und teilweise Brandenburg).

Nicht zuletzt

Juckreiz Jugendverbände gegen Regelung von Ort und Zeit: Demonstrieren in Berlin soll erlaubt bleiben
In Berlin gibt es mittlerweile schon fast eine Tradition rechtskonservativer Kreise (zumeist geschaart um den jeweiligen Innensenator), das Demonstrationsrecht einzuschränken. Der jetzige Amtsinhaber Werthebach aber hat zum Sturmangriff auf die Demokratie geblasen. Pünktlich zum Start der neuen Legislaturperiode hat er klargemacht, in welche Richtung er will: Minderheiten sollen nicht durch Demonstrationen den gepflegten Kaufrausch und den Autoverkehr behindern dürfen. Berliner Jugendverbände wollen dagegenhalten.

Nicht in der Papierausgabe

Juckreiz Terminkalender
Die Veranstaltungen der Jugendumweltgruppen in Berlin und Umgebung, regelmäßig aktualisiert.

Die Papierausgabe könnt Ihr bestellen: ein Juckreiz-Probeexemplar oder ein Juckreiz-Abo. Oder in Schulen, Unis, Bibliotheken u.v.a. finden.


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