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Das Gute am Ökotourismus

Vom Walhaifang zum Walhaitourismus

Schonender Umgang mit der Natur, Kontakt zu den Einheimischen und Kennenlernen der fremden Kultur. So oder so ähnlich soll Ökotourismus aussehen.

Als ein gutes Beispiel für gelungenen Ökotourismus gilt eine kleines Fischerdorf an der Küste Brasiliens. Hier werden in begrenzten Mengen Touristen in den Ort gelassen. Sie wohnen in zwei einfachen Gästehäusern oder in Familienun terkünften. Es werden alle Dorfbewohner entsprechend ihren Fähigkeiten in die Arbeit einbezogen, u.a. auch viele Jugendliche. Sie haben dadurch die Möglich keit, eine Grundschulausbildung zu erhalten und werden gezielt ausgebildet, so dass sie mit den Touristen Ausflüge und Dünenwanderungen unternehmen können. Dadurch lernen sie viel über ihr Lebensumfeld und sein Ökosystem.

Für die Bewohner des Dorfes eröffnet sich auf diesem Weg neben ihrem spärlichen Einkommen, das sie aus dem Handwerk erwerben, eine neue Einnahmequelle. Für die Urlauber hat diese Form des Tourismus den Vorteil, dass sie an dem Leben der Dorfbewohner teilnehmen können, ohne hinderlich zu sein. Sie können Natur erleben, ohne sie zu zerstören. Auch auf der kleinen philippinische Insel Pamilacan ver sucht man, Ökotourismus vorbildlich zu praktizieren. Bis 1998 wurden hier ca. 200 Walhaie im Jahr gefangen, daneben Wale und Delfine. Walhaie gelten als Delikatesse in Asien, und die Insel hat sich durch die Jagd einen Namen gemacht, bis die Regierung 1998 die WalhaiJagd verbot.

Daraufhin wurde ein vom WWF gefördertes Projekt ins Leben gerufen: Von umgerüsteten Fangbootenaus können Touristen nun Wale und Delfine beobachten. So erhielten die Bewohner der Insel eine alternative Einkommensmöglichkeit. In einem wöchentlichem Rotationssystem wechseln sie sich bei den Fahrten und auch bei der Verpflegung der Touristen ab. Danach werden die Einnahmen untereinan-der aufgeteilt, die allerdings bei weitem noch nicht so hoch sind wie die, die früher mit der Walhai-Jagd erzielt werden konnten. Daher ist bisher auch leider nur rund die Hälfte der Inselbewohner bereit, im Ökotourismus zu arbeiten und diesen weiter zu entwickeln, während die andere Hälfte z.T. noch an der nun illegalen Jagd festhält. Die Verfechter des Ökotourismus haben aber die Hoffnung noch nicht aufgegeben, auch diese Jäger noch von ihrem Projekt zu überzeugen. Schade nur, dass diese Länder für deutsche Urlauber nur mit dem Flugzeug zu erreichen sind. Aber auch in Europa gibt es sol-che Projekte, zum Beispiel in Portugal. Hier gibt es die Mög-lichkeit, auch auf schonende Weise, an die Natur herange-führt zu werden. Angeboten werden Wanderungen oder Fahrradtouren (mit Führung) durch Naturschutzgebiete, in denen es Hütten zur Übernach-tung gibt. Außerdem sind Be-obachtungen von Vögeln und Meerestieren, wie z.B. Walen und Delfinen möglich. Auch kann man Höhlen erforschen, wozu aber Kletterbzw. Tauch-kenntnisse vorhanden sein müssen.

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