Juckreiz Die Jugendumweltzeitung aus Berlin
(sp) Demnächst wird die Juckreiz Ökostrom-Kampagne ein Jahr alt. Bis dahin werden voraussichtlich über 200 Haushalte der Atommafia und dem Klimakollaps den Stinkefinger gezeigt und ihren Stromversorger gewechselt haben. Die Zahl klingt enttäuschend, wenn mensch bedenkt, daß der Lichtblick-Strom, den der Juckreiz vermittelt, nicht nur ökologischer ist als z.B. der von der Bewag, sondern fast immer auch noch deutlich billiger. Dazu gibt’s 100 Kilowattstunden kostenlos. In Anbetracht der Tatsache, daß die Deutschen aber sehr wechselfaul sind, sind auch 200 ein Erfolg. Und die Kampagne geht weiter.
Zwar steht die erste Abschaltung eines Atomkraftwerkes nach dem sogenannten Atomkonsens vor der Tür. Doch bis der letzte Meiler die Produktion seiner Millionen Jahre gefährlich strahlenden Abfälle einstellt, werden noch Jahrzehnte vergehen. Für diese Zeitspanne hat Rot-Grün praktisch eine Bestandsgarantie für die AKWs gegeben – komme, was wolle.
Daran könnte mensch verzweifeln – muß aber nicht. Denn seit 1998 kann jeder Haushalt sich selber aussuchen, von welchem Anbieter er seine Elektrizität beziehen will. Auch wenn die Ex-Monopolisten ihren neuen Konkurrenten Steine in den Weg legen wo sie nur können, funktioniert der Wechsel zumindest zu Lichtblick mittlerweile meist völlig problemlos – was die Stiftung Warentest mit der Bestnote „Gut“ bewertete. Die großen konventionellen Versorger dagegen schnitten erheblich schlechter ab: Eon landete bei 4,0, und RWE/avanza entkam mit 4,3 nur knapp einem „Mangelhaft“. Mit „Befriedigend“ schnitten die Atomstromer von der EnBW-Tochter Yello noch am besten ab – aber wer will sich schon freiwillig den gelben Atomtod ins Haus holen?
Wechseln lohnt sich
Zumal Lichtblick bei geringem Verbrauch sogar billiger ist und kundenfreundlichere Konditionen bietet: „Aus Umweltsicht sind alle Ökostromangebote im Test empfehlenswert und auch beim Service unter den Besten“, schreibt die Stiftung Warentest. „Ökostrom von Lichtblick ist noch dazu relativ preiswert – für Leute, die wenig verbrauchen, gar billig.“
Wechseln lohnt sich also, und zwar gleich mehrfach:
1. Die Umwelt profitiert durch den Verzicht auf Atom-, Kohle- und Öl-Strom. Statt dessen kommen rund drei Viertel aus erneuerbaren Energien.
2. Der Juckreiz erhält für jeden vermittelten Vertrag eine Prämie. Damit finanzieren wir unsere ehrenamtliche Zeitung mit.
3. Und auch das eigene Portemonnaie freut sich – denn der Lichtblick-Strom ist nicht nur meist billiger als z.B. „Normalstrom“ von der Bewag (siehe Tabelle), sondern zusätzlich gibt es noch 100 Kilowattstunden Strom als Startguthaben kostenlos. Das reicht immerhin für rund hundert Ladungen Wäschewaschen oder um eine Energiesparlampe ein knappes Jahr lang ununterbrochen brennen zu lassen.
Auf Wunsch gibt es zudem ein Jahr lang kostenlos den Juckreiz frei Haus.
Jetzt!
Es gibt also keinen Grund, auf den Sankt-Nimmerleins-Tag zu warten, an dem vielleicht irgendwann mal das letzte deutsche AKW abgeschaltet wird – der private Atomausstieg ist schon jetzt möglich.
Alternativ zu Lichtblick empfehlen wir die Naturstrom AG. Aus ökologischer Sicht ist deren Strom besser als der von Lichtblick – aber leider auch entsprechend teurer. Ebenfalls überdenkenswert – mit geringerem Anteil erneuerbarer Energien, aber politisch sehr interessant – sind die Elektrizitätswerke Schönau. Dort haben die BürgerInnen ihre Stromversorgung selbst in die Hand genommen, Schönau liefert jetzt bundesweit.
Wechseln!
Zum Wechseln einfach das Formular auf der nächsten Seite ausfüllen und zurückschicken. Alle Formalitäten erledigt Lichtblick.
Bei einem Neueinzug sollte der Auftrag so früh wie möglich abgeschickt werden, mindestens eine Woche vorher. Denn mit der ersten Stromentnahme droht ein Jahresvertrag mit dem örtlichen Versorger. Aus Kostengründen erforderlich ist zudem eine Einzugsermächtigung. Das stellt kein Risiko dar, denn Lastschriften können ohne jede Begründung innerhalb von sechs Wochen bei der Bank zurückgegeben werden.
Noch Fragen?
Die häufigsten Fragen haben wir auf unseren Internet-Seiten unter http://strom.juckreiz-berlin.de beantwortet. Ansonsten freuen wir uns auf einen Anruf unter 030/39 83 46 83 oder 030/39 84 84 84.
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