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Glosse – Sparmaßnahmen

„Süßer die Münzen nie klinge(l)n...“

(kr) In Deutschland spart „jedermann“ eifrig an allen Ecken, sowie auch jede Frau an jeglichen „Rundungen“. Die Politiker an Bildung und Kultur. Konzerne, Firmen, Fabriken an Arbeitnehmern. Selbst Fritzchen von nebenan bunkert jeden Cent, den er entdecken kann, in einem kleinen, umfunktionierten Joghurtbecher. So soll es in den Kassen klingeln. So freut sich das deutsche „Sparschwein“. Bei überfüllten HNO-Praxen könnte man eigentlich von einer Überstrapazierung der Hörorgane als Folge von sparwütigem Kassenklingeln ausgehen. Trotz anscheinendem Erfolg bleibt das breite Grinsen auf den Gesichtern aus. Stattdessen betrübte Mienen. Wohl wirklich nur ein „Scheinerfolg“? Geld allein macht den Menschen also doch nicht glücklich. Oder man will noch viel mehr. Immer noch mehr. Da kann es selbst in den harmonischsten „Sparer-Paaren“ zu kniffligen Konflikten kommen. Reicht einer den kleinen Finger, verliert er die ganze Hand. Selbst der letzte Cent wird ihm dann noch aus der Tasche gezogen. Sparen. Sparen. Sparen. Wie wär’s beim Autofahren? Selbst das größte „Sparschwein“ spart sich so noch etwas ein. Lungenkrebs, Hörschäden, Knochenbrüche, etc. Auch Fritzchens Mutter würde ihren Gesichtsporen etwas Gutes tun, würde sie auf eine ihrer drei Puderdosen wöchentlich verzichten. Natürlich nur als netter Nebeneffekt zum Plus in der Kasse, bzw. keinem Minus. Fritzchens Schwester wurde auch vom allgemeinen Sparwahn erfasst. Sie spart an Kilos so weit sie kann. Und wenn sie nicht mehr weiter sparen kann, wird´s wieder teuer – für die Krankenkassen.


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