Juckreiz Die Jugendumweltzeitung aus Berlin
Berlin, 30.10.2001
Während die rot-grüne Bundesregierung Atomkraftwerke auch nach den eklatanten Verstößen gegen die Sicherheitsvorschriften nicht vom Netz nimmt, haben die jugendlichen MacherInnen der Berliner Jugendumweltzeitung Juckreiz die Nase voll: Sie organisieren jetzt ihren eigenen Atomausstieg und den ihrer LeserInnen. Unter http://strom.juckreiz-berlin.de bietet die Redaktion Informationen und ein Vertragsformular zum Herunterladen an.
Wer den Vertrag bis Jahresende zurückschickt, bekommt künftig Ökostrom des Hamburger Anbieters Lichtblick, der garantiert ohne Kohle und Atom hergestellt ist. Als Begrüßungsgeschenk gibt es zusätzlich 100 Kilowattstunden der grünen Elektronen kostenlos und dauerhaft einen Preis, der oft noch niedriger ist als die Kosten für Normalstrom aus zweifelhafter Herkunft.
Wir können nicht akzeptieren, dass die rot-grüne Bundesregierung den gefährlichen Schrottreaktoren mit ihren verantwortungslosen Betreiberfirmen eine jahrzehntelange Bestandsgarantie gibt, kritisiert Juckreiz-Redakteur Matthias Spittmann den so genannten Atomkonsens zwischen Energiekonzernen und Regierung. Doch weil wir nicht nur meckern wollen, bieten wir unseren LeserInnen und allen anderen jetzt die ganz persönliche Energiewende an.
Eine klassische Win-Win-Win-Situation: Die Umwelt freut sich über den Ökostrom, die StromwechslerInnen über den günstigen Preis und das Startguthaben und die ehrenamtliche Redaktion bekommt eine Provision, mit der sie den Druck ihrer Zeitung finanziert. (Die Strom-Infos gibt es auch gegen 2,20 DM in Briefmarken beim Juckreiz, Postfach 21 21 10, 10514 Berlin.)
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